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Ernährung ohne Kohlenhydrate, die sogenannte Low-Carb Ernährung, hat in den letzten Jahren viel an Aufmerksamkeit erhalten. Das Prinzip ist dabei, auf eine Ernährung ohne Kohlenhydrate umzustellen beziehungsweise den Kohlenhydratgehalt auf ein Minimum zu senken. Aber was genau ist dran an der Ernährung ohne Kohlenhydrate und ist sie überhaupt gesund? Fragen, die beantwortet werden sollten.

Was bringt eine Ernährung ohne Kohlenhydrate?

Bei der Ernährung ohne Kohlenhydrate geht es darum, dem Körper diesen Energielieferanten zu entziehen.

Das Ziel liegt darin, dass in der Folge der Körper auf körpereigene Energiequellen zurückgreift. Das sind vor allem die Fettdepots.

Hierbei handelt es sich um Speicherorte, in denen Fett gesammelt wird, um es bei Bedarf zur Energieherstellung zu verwenden.

So funktioniert die Ernährung ohne Kohlenhydrate

Da der Körper keine Kohlenhydrate produziert, kannst Du über Deine Ernährung selbst bestimmen, wie viel Energie Du ihm von außen zuführst.

Ist dies eine geringe Menge, kann Dein Körper daraus entsprechend weniger Energie herstellen.

Die brauchst Du aber, damit Deine Organe arbeiten und in Deinem Körper verschiedene Aufgaben erfüllt werden können.

Energie gibt Dir Kraft und lässt Dein Gehirn funktionieren.

Ernährung ohne Kohlenhydrate

Ohne Energie kannst Du nicht leben.

Fallen jetzt die Kohlenhydrate weg, geschieht folgendes: der Körper sucht sich andere Stoffe, die er in Energie umwandeln kann. Der Körper ist so "programmiert", dass er dazu vorhandenes Fett nimmt.

Das Fett sammelt er aus Überschüssen, die Du mit Deiner Nahrung aufnimmst. Das heißt, je fettiger Du Dich ernährst, desto mehr Fett speichert der Körper für "schlechte Tage".

Er sorgt also mit einer Fettspeicherung für Tage vor, an denen Du zu wenig Energielieferanten durch Deine Nahrung zu Verfügung stellst.

Das ist der Fall bei einer Ernährung ohne Kohlenhydrate

Weil in diesen Momenten der Körper trotzdem weiter funktionieren muss, bedient sich Dein Organismus an den Fettreserven.

Die sind dort gut zu sehen, wo sich die unliebsamen Fettpolster bilden. Hier zieht er nun Fett heraus und wandelt dieses in Energie um.

In der Folge verkleinert sich das Fettlager. Deine Fettpolster nehmen an Größe ab und Du verlierst an Gewicht.

Besonders wirksam ist dies, wenn Du die Ernährung ohne Kohlenhydrate als sogenannte Zero Carb Diät durchführst.

Dabei nimmst Du 0 Kohlenhydrate zu Dir. Dies bewirkt, dass Dein Körper seine Energie rein aus den Fettzellen ziehen muss. Du nimmst noch schneller und mehr ab.

Sport gegen den Jojo-Effekt

In Verbindung mit einer Ernährung ohne Kohlenhydrate steht immer die Bewegung. Damit Dein Körper viel Energie benötigt, musst Du Energie verbrauchen. Dies geschieht, wenn Du Deinen Körper beanspruchst.

Sport ist hier die beste Möglichkeit.

  • Je mehr Du Dich körperlich anstrengst, desto mehr Energie muss Dein Körper bereitstellen.

Folglich greift er vermehrt auf Deine Fettreserven, um den erhöhten Bedarf decken zu können. Zudem verbesserst Du durch viel Bewegung Deine Blutzirkulation und regst Deinen Stoffwechsel an.

Durch eine konsequente Ernährung ohne Kohlenhydrate kannst Du in Verbindung mit Sport Deinen Stoffwechsel dauerhaft umstellen.

Auf diese Weise verwertet Dein Körper die Nahrung zukünftig besser. Die Chance, einen Jojo-Effekt zu erleben, wird geringer.

Medizinischer Aspekt von Kohlenhydraten

Nimmst Du Kohlenhydrate mit Deiner Nahrung auf, wandelt der Körper diese in Glukose (Traubenzucker) um.

Dieser Vorgang löst eine Ausschüttung des Hormons Insulin aus. Das sorgt dafür, dass die Zuckermoleküle in Deine Körperzellen transportiert werden.

Dieser Vorgehensweise wird Kohlenhydratstoffwechsel genannt. Isst Du mehr Kohlenhydrate, als Dein Körper verwerten kann und muss, entsteht ein Überschuss.

Dieser wird vor allem in Deine Fettzellen geschickt. Dort werden die überschüssigen Fette eingelagert.

Diese Vorgehensweise Deines Körpers beruht aus den ersten Entwicklungszeiten, in denen dem Mensch noch keine ausreichend energiebringende Nahrung zu Verfügung stand.

Zusätzlich wird durch die Zufuhr von Kohlenhydraten der Fettabbau gebremst. Je mehr Kohlenhydrate Du zu Dir nimmst, desto mehr kann der Körper diese zur Energiegewinnung nutzen.

Er muss nicht auf die Fettreserven zurückgreifen

Zudem begünstigen Kohlenhydrate die Entstehung von Überschüssen aus ungesunden Fetten.

Diese werden nicht ausgeschwemmt.Sie verbleiben im Körper. Gleiches geschieht mit zu vielen Kohlenhydraten. Ist der Kohlenhydratgehalt höher, als Energiebedarf besteht, entstehen Überschüsse.

Diese werden wie bei den ungesunden Fetten, im Körper gesammelt. Du kannst nicht abnehmen und nimmst schlimmstenfalls an Gewicht zu. Bei der Zero Carb Form wird Dein Fettstoffwechsel enorm angeregt.

Nimmst Du Fett über die Nahrung auf, wird dieses vermehrt über die Leber abgebaut. Du scheidest es in größeren Mengen über Deinen Urin aus.

Das heißt, zusätzliches Fett kann Dich nicht am Abnehmen hindern. Dieser Vorgang nennt sich Ketose.

Es bilden sich sogenannte Ketonkörper, die zusätzlich dafür sorgen, dass es zu keiner Rückbildung von Fetten kommt.

Wie gesund ist die Ernährung ohne Kohlenhydrate?

Der Körper kann eigentlich ohne Kohlenhydrate funktionieren.Wäre das nicht der Fall, hätte die Natur eine körpereigene Herstellung geschaffen.

Durch die wachsenden Belastungen in der heutigen Welt sind Kohlenhydrate allerdings ein wertvoller Stoff.

Sie sorgen für die Möglichkeit, dass sich Dein Körper sich an die moderne Lebensweise anpassen kann.

Aus diesem Grund ist bei einer Ernährung ohne Kohlenhydrate von einer einseitigen Nahrungsmittelaufnahme zu sprechen.

Das muss nicht generell schlecht sein...

Ernährung ohne Kohlenhydrate

Du kannst fehlende Kohlenhydrate mit der Zufuhr von gesunden Lebensmittel sowie einer Eiweißreichen Ernährung ausgleichen.

Durch viel Eiweiß wird die Muskulatur direkt mit Energie versorgt werden.Auf diese Weise ist dieser Bereich nicht von Kohlenhydraten als Energielieferanten abhängig.

Nahrungsfette sind ebenfalls als Energielieferanten nutzbar. Wichtig ist hierbei, dass Du Dich rein auf gesunde Fette beschränkst (Unter anderem hier erklärt!)

Tierische Fette solltest Du vermeiden. Gesunde Omega-3 Fettsäuren sind zum Beispiel in Lachs enthalten.

Dieser enthält 0 Kohlenhydrate und ist aus diesem Grund bestens für die Ernährung ohne Kohlenhydrate geeignet.

Wenn Du Dich an diese Vorgaben hältst, ist die Ernährung ohne Kohlenhydrate nicht schädlich.

Wie sieht eine Ernährung ohne Kohlenhydrate aus?

Bei der Ernährung ohne Kohlenhydrate musst Du nicht hungern oder Kalorien zählen. Dies macht den Vorteil gegenüber herkömmlichen Diäten zur Gewichtsreduzierung aus.

Du kannst essen, so viel Du möchtest - wenn Du die richtigen Nahrungsmittel wählst.

Bei der Ernährung ohne Kohlenhydrate kommt es darauf an, dass Du Lebensmittel aussuchst, die so wenig wie möglich Kohlenhydrate besitzen.

Reis, Nudeln und Kartoffel sind Beispiele, die reich an Kohlenhydraten sind. Auf diese musst Du verzichten.

Empfehlenswerte Lebensmittel für die Ernährung ohne Kohlenhydrate findest Du unter anderem in:

  • Fisch, vor allem Lachs
  • Meeresfrüchte
  • Corned Beef
  • Gegartes, frisches, unpaniertes Fleisch
  • Milchprodukten
  • Eiern
  • Frisches Gemüse
  • Früchte mit geringem Zuckergehalt, wie Pfirsiche, Grapefruit oder Melonen und Avocados
  • Feta Käse

Hast Du Dein Wunschgewicht erreicht, beginnst Du im Wochenrhythmus, besser alle zwei Wochen, die Kohlenhydrate leicht zu erhöhen.

Würdest Du die Ernährung ohne Kohlenhydrate von heute auf morgen beenden, könnte der Jojo-Effekt einsetzen.

Ernährung ohne Kohlenhydrate für mich geeignet?

Mit der gesunden Ernährung ohne Kohlenhydrate sind die Proteine und Fette zu erhöhen.Dies kann zu einer höheren Belastung der Nieren führen. Ein Anstieg des Harnsäurespiegels ist möglich.

Für gesunde Menschen stellt das in der Regel kein Problem dar. Leidest Du an Nierenstörungen und/oder Gicht, ist auf die Ernährung ohne Kohlenhydrate zu verzichten.

Für Diabetiker ist die Ernährung ohne Kohlenhydrate nicht geeignet.

Es findet ein Einfluss auf das Insulin-Hormon und den Zuckerspiegel statt.

Achtung: Dieser kann bei Diabetiker-Patienten zu gesundheitlichen Problemen führen.

Schwangere Frauen und stillende Müttern wird angeraten, die Ernährung ohne Kohlenhydrate nicht in dieser Zeit durchzuführen.

Ungeborene und Säuglinge benötigen viel Energie, die sie über die werdende/stillende Mutter erhalten. Bei der Umstellung kann vorübergehend der Energiehaushalt sinken.

Eine kurzfristige Unterversorgung wäre die Folge für die ungeborenen und Still-Kinder. Vor allem bei Ungeborenen könnte dies zu Entwicklungsstörungen führen.

Tipps für eine Ernährung ohne Kohlenhydrate

1) Keine Teigwaren

Helle Teigwaren sind in der Regel nicht für die Ernährung ohne Kohlenhydrate geeignet.

Ein normales Weizenmehl-Brötchen bringt es auf 50 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm.

Ein dunkles Vollkornbrötchen beinhaltet 35 Gramm Kohlenhydrate.

2) Müslis quellen lassen

Beim Joghurt mit Low-Carb Müsli ist es ratsam, dieses einige Stunden vor dem Verzehr unter den Joghurt zu mischen.

Auf diese Weise kann das Müsli quellen, wird besser verdaut und sättigt stärker.

3) Vorsicht bei den kleinen Dingen

Der Griff zur Ketchupflasche oder dem Salatdressing ist schnell gedankenlos gemacht.

Kleine Geschmackshelfer verfügen meist über zu viele Kohlenhydrate.

Frische Gewürze, Aroma-Essig oder ein Zitronensaft sind gute Alternativen mit wenig Kohlenhydraten.

4) Essen für unterwegs

Abnehmen kannst Du, wenn Du Dich strikt an Diättipps hältst.

Bist Du unterwegs und bekommst Hunger, kann der nächste Bäcker zur "Sünde" verführen. Stelle Dich auf derartige Situationen ein und bereite Dir zu Hause kohlenhydratarme Snacks vor.

Eier eignen sich perfekt für unterwegs. Pro Ei liefern sie Dir sieben Gramm wertvolles Protein. Der Kohlenhydratwert liegt mit 0.8 Gramm pro Ei im unteren Bereich.

5) Gemüse ist nicht gleich Gemüse

Gemüse ist gesund - keine Frage. Allerdings unterscheiden es sich in der Höhe der Kohlenhydrate.

Es gibt Gemüsearten, die sich für die Ernährung ohne Kohlenhydrate nicht eignen. Hier gilt darauf zu achten, dass Du Gemüse mit geringem Anteil an Ballaststoffen wählst.

Gemüse mit vielen Ballaststoffen hat oftmals zu wenig verdauliche Kohlenhydrate.

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